Freitagmorgen also. Nacht, Zerrbilder, milde Luft, gelegentliches Rascheln in den Blättern der Zimmerpflanzen, gelegentliches Tanzen von Staubpartikeln über dem Bett, dem Gesicht, dem Traum, erstes kaltes Wasser, erstes heißes Wasser, Satzbehälter, aber im übertragenen Sinne, weil der Krümelkaffee rückstandslos verschwindet und jeder andere Satz um diese Zeit eine reine Angelegenheit von Zufall und Glück ist. Ferner erinnert man sich gerade um diese Stunde besonders gut an die Dinge, die der Vortag eigentlich noch einfordern wollte und die im Rauschen untergingen - noch fehlt die Konzentration, aber im unsortierten Modus fehlt es nie an Unruhe im Angesicht solcher Erkenntnisse. Gewohnte Mechanismen, gewohnte Routinen, vor dem Auftakt zu den vergebenen Stunden. Habt es mild heute! #outerworld #concrete city #waking to the day #the early hours

teilten dies erneut

As I've been hinted to reconsider here, maybe that's a good starting point to think of - follower power: Please do share bubbles that you consider work well out here on the #Fediverse, maybe (for obvious reasons) with the specific exception of those focused on protocols, web technology and development. Curious to see what might be around.


Respectfully, and as a newish user from a special interest group, I disagree. There's a large and vibrant #blind community on Mastodon that couldn't exist on any other platform.

teilten dies erneut

Ein Abend eine Nacht ein Morgen ein Augenzwinkern dazwischen, wenige Brüche, kaum Träume, aber einige Sequenzen, deren Ursprung man nicht mehr genau nachvollziehen kann. Lärm von Katzen und Mardern im Hof, jetzt die frühen Vögel auf den Bäumen. Vereinzelte Wecker. Der Bus. Die ersten Pendler. Die Schritte im Treppenhaus, abwärts in Richtung Tür. Der eigene Puls hinter den Schläfen, und das Schnipsel Melodie, das sich ganz plötzlich von irgendwo nach vorn drängt, um zu bleiben. Donnerstag, entlang des Taktes. Habt es mild heute. #outerworld #concrete city #the early hours #waking to the day

teilten dies erneut

(Switching back to here for now. I love social.lol and the community over there but ... can't help feeling very much how annoying it is to keep communication across Bluesky, Tumblr, Diaspora* and ActivityPub on any platform other than Friendica. Not sure whether I'll regret that but then again, and in general, maybe ... it's all about accepting imperfection of all of these solution and not bothering all too much as ... esssentially no one does.)
Als Antwort auf Kristian

In many ways this ... is also basically caused by being increasingly disappointed with how things are going in the #Fediverse but maybe that's just a bubble thing. I've been out here ever since early identi.ca days, with my first post on federated social networks dating back to 2011 and still being around somewhere in the Wayback Machine. As of 2018, I think, this was the first time ever to feel like this kind of networks could finally be up to counter the commercial walled gardens, to provide an actual, human, human-centered alternative to surveillance capitalism and people farming. Turns out: It surely does better than Facebook, X, ... in some way. But it still is far from where it would need to be for that. And worse, it doesn't seem to improve much. Sure, individual platforms have matured. Mastodon has. Friendica has. But at the very end, at the bottom of things, in 2026 (eight years later) it's still the same un-addressed, unresolved issues to run into as in 2018 (which I have been whining about often enough not to do it again). Still, from some angles, it's amazing to see how some of these things did "just work" before on Diaspora* (and still do). It's amazing to see some of these issues fixed in ATProto (regardless of ones opinion on Bluesky) because people cared to think a bit ahead of the status quo in advance. It's, too, saddening to see how many once-vivid accounts and contacts out here have either turned quiet or deleted their accounts or visibly announced retreat into some walled garden (again) or to individual blogging and all of that. It's not a bad thing. It's an individual decision that should of course be respected. But it's sad. It feels very much like mission not accomplished. It feels like specifically ActivityPub has turned out to be what it apparently started wanting to be - a protocol that focuses on open networking but actually, in this, focuses on hackers and tinkerers and developers rather than users and communities, a protocol that by design is biased towards people building "something new" on top of it (and making compatibility - or lack thereof - something anyone else is to blame for) over people using technology in a reliable manner. Not sure whether the Fediverse is growing or shrinking and at some point I don't really bother that much at the moment. Just hoping that, for the time being, #Friendica will somehow continue working as good as it can to keep different channels under one hood (and not having to decide to keep or cut contacts based on an individual network technology choice again - or being overwhelmed by trying to handle a plethora of different inboxes in a load of almost fully equal yet separated systems) - and hoping for people out here to be forgiving if there are things, conversations, communications I just miss out on. Maybe part of the deal is accepting that big-picture things over "here" aren't built with reliability in mind.
Als Antwort auf Radgryd

@Radgryd Yeah, this. It's also ... not so much the fact that people give up and move on, that apparently happened in every other network too. It's specifically, in my environment, that I notice people moving on after being here for weeks to months, trying to feel home here, becoming more quiet and eventually just quietly cutting ties then, for a lot of reasons that probably could have been avoided and are valid. 😔

Montag also. Schlaf als ein unsteter Begleiter, launisch und immer auf Abwegen. Gewohnter Klangteppich umwebt das Dickicht zwischen den Häusern, erste harte Schritte, eine Garage wird entriegelt. Katzenaugen hinter Türspalt, Wasser im Becken, Wasser im Pott. Selbstorganisation, Selbstbegradigung, ein sehr frühes Stadium. Vor allem anderen. Habt es mild heute.

(Traum als ein zerreißender Nebel, hinter dem nurmehr anderer Nebel sichtbar wird. Starenzank, das Klappern angrenzender Küchen, Arie der Kaffeemaschine und ein knirschendes Fenster sperrt wildfliegende Geräusche wieder ein. Erste Schritte Flur Bad Haustür. Einige unbeschriebene Hoffnungen, manchmal. Einige umfassende Nervositäten, immer. Habt es mild heute.)

#outerworld #concrete city #early sunday morning #waking to the day #the early hours

teilten dies erneut

Dorfmorgen, noch einmal Kälte in den Mauern und Gliedern, vorsichtige Wachwerdung nach den Korridoren und Wartezimmern der Nacht. Andere Vögel vor dem Badfenster. Noch keine Katze, noch keine Passanten, die Straße liegt schlafend neben Wiesen, die immer noch das Bild und die Spuren des Winters zeigen. Zu spät für die Kirchglocken, die Stunde, und trotzdem gefühlt noch zu früh für den Tag. Habt es mild heute!

#outerworld #the village and the hills #waking to the day #the early hours

teilten dies erneut

Anderen Abenden folgen gewohnte Nächte und die üblichen Rituale des Erwachens: Ein kurzes Lauschen in die Konversationen der Stare, keine neuen Erkenntnisse. Ein kurzes Lauschen in die Zustandsberichte verschiedener Sinne aus verschiedenen Teilen des Körpers, ein kurzes Sortieren von Mustern und Bildern, während die Hände darauf warten, dass das Wasser aus den Leitungen abkühlt. Durchatmen angesichts des Spiegels, Augen zusammenpressen, zählen, und dann erst den eigenen Blickkontakt erwidern. Vor dem ersten Kaffee bleiben auch Selbstgespräche nur Darlegungen ohne Dialog. Habt es mild heute!

#outerworld #concrete city #waking to the day #the early hours

teilten dies erneut

Immer wieder Nacht, immer wieder Phasen der Tiefe, und immer wieder der Eindruck, einige Stunden seien auf halber Strecke abhandengekommen. Gähnen, in den Spiegel. Nackte Fußsohlen auf kalten Fließen und das Gefühl einer Stadt darunter, immer noch müde, vibrierend, erwachend und gleichsam so nah wie fern. Noch kein Kaffee. Noch wenig Wärme. Früher Donnerstag und je näher man herantritt, desto größer und umfassender werden die Blöcke, die man sich selbst über den Kalender gezeichnet hat. Geschichten über Prioritäten und alternative Routen durch den Wald des Plans. Habt es mild heute!

#outerworld #concrete city #waking to the day #the early hours

teilten dies erneut

(Anderer Morgen mit ähnlicher Unruhe, ähnlichen Silhouetten im seit dem Abend kaum verändertem Zwielicht, und abstraktem Gedankenkino, irgendetwas mit Ziffern und Buchstaben und Mustern, die sich daraus kombinieren lassen. Vielleicht entschied sich der Nachtwinter tatsächlich wieder für Schnee, die ersten Geräusche durch offene Fenster klingen wieder weicher, gedämpfter, aber vielleicht sind auch die Sinne noch zu träge, um belastbare Einsichten zu liefern. Erster Kaffee, neuer Pott, immer noch ein wenig Insel und zwei Treppenabsätze weiter unten beeilt man sich, Tag und Stadt entgegenzueilen. Vorbereitungen auf eigene Struktur, kurz und knapp. Angespannt, immer ausreichend nervös unter den Blicken des ganz persönlichen Hochstaplers. Und dauerhaft ohne belastbaren Gewöhnungseffekt. Habt es mild heute.)

#outerworld #concrete city #waking to the day #the early hours #stories of imposters and spectators

Als Antwort auf Kristian

Dankeschön. Noch sieht’s hier schön aus und Bäume und Sträucher sind nochmal richtig schön weiß.. es schneit aber schon nicht mehr und mit den wärmeren Temperaturen wird auch alles eher in Regen übergehen.
Verrückt die Temperaturschwankungen.. nächste Woche wieder zweistellig… ich fühle den Wetterwechsel schon in meinem Kopf.
Machen wir das Beste aus dem Tag 🤗🍀

(Verbindungsabbrüche, Inkonsistenzen, Ressourcenengpässe und dann erwacht der Geist aus seinen Traumbildern und versucht sich in die unmittelbare Jetztwelt des neuen Tages einzufinden, bevor Plan und Erfordernisse und ihre nachgelagerten Aktivitäten wieder zum Mittelpunkt der Betrachtungen werden. Die Vögel unter den Tannenästen protestieren gegen einander und gegen die weichende Nacht, Katze verweilt auf der Couch und ignoriert Morgen und Welt. Kaffeewasser, plötzliche erschrockene Erkenntnisse zu Nuancen, die dem Abend verborgen blieben. Geschichten von Suchen und Finden, allzeit im Entwurfsmodus und nie wirklich gut genug. Habt es mild heute.)

#outerworld #concrete city #waking to the day #the early hours #stories of that deep silent void just before dawn

Marga Xeyat Ⓐ hat dies geteilt.

Und schließlich wieder die Nacht loslassen. Gähnen, Seufzen, Haare in Form streichen. Rucksack für den Montag packen: Ladegerät, Notizbuch, Inselstein, einige noch brauchbare Erinnerungen, einige nicht vollständig aufgedachte Gedanken, ein paar Ambitionen und so viel Motivation, wie sich noch im Regal findet. Erster Kaffee, Fahrplan, Morgenstille. Und schon fast wieder unterwegs. Habt es mild heute.

#outerworld #concrete city #waking to the day #the early hours

Dann wieder ernsthafterer Ausstieg aus dem Schlaf, später früher Morgen, eigenes Kopfkissen und die Vertrautheit der Wände, die es umgeben. Wenig Träume in bunter Unruhe, erste Bewegungen durch immer noch kühlen Flur, Wasser über Augen Wangen Hände. An der Kreuzung inspizieren Krähen das Umfeld des Mülleimers, beobachtet von einem großen Hund, der respektvoll auf Abstand bleibt. Das Viertel gähnt und streckt sich unter trüben Himmeln, immer noch vor dem ersten Kaffee. Habt es mild heute.

#outerworld #early sunday morning #waking to the day #always in between

teilten dies erneut

Aufwachen, wieder, aus brüchiger Nacht in fremdem Bett. Kopfkissen immer noch ein Gewöhnungsthema. Der erste Blick in den Spiegel - verlegen, auf mehrerlei Art. Noch kein Bild von Stadt und Hafen, Wochenmitte überschritten, ein energischer Versuch, Pläne zu reduzieren in der Hoffnung, die Stunden würden damit etwas langsamer fliehen. Vertraute Stimmung, vertraute Muster. Und noch kein Kaffee. Habt es mild heute.

#outerworld #the baltic self #waking to the day #the early hours

Einschlafen als Ritual und Übung, wie das Erwachen danach. Bislang kein Bild vom Wetter, aber der Fetzen Himmel zwischen den Vorhängen lässt gewisse Annahmen zu. Träume verfliegen, Tag sucht Form, Kaffee fehlt noch, aber um diese Stunde kann man damit leben. Insel im Gemüt, und langsam auch in Gedanken. Habt es mild heute.

#outerworld #the baltic self #waking to the day #the early hours

Zweiter Morgen, Inselwelt, matte Dämmerung, etwas Wind auf dem Eis. Früher Bus fährt durch das Hafengelände, Scheinwerfer blinken im Kreisverkehr, bevor die Kurve genommen wurde, der Weg aus dem Ort hinaus führt. Unten klappern Schlüssel an der Tür, der Hund nebenan bellt erschrocken. Eine Möwe schwebt über die Kaimauer, hoch und derzeit leise, scheinbar gewichtslos wie eine Feder. Erwachen, immer noch, als Weg und Ziel. Merklich vor dem ersten Kaffee. Habt es mild heute.

#outerworld #the baltic self #waking to the day #stories of waves real and hidden

Fließender Zustandswechsel, noch nicht wach und doch schnell genug aus dem Bett, um Stimmung und Licht des Morgens zu spüren: Dicht bedeckter Himmel, mattes Blau über dem frostigen Weiß, ein Mann und ein kleiner Hund als dunkle Punkte auf dem Weg zum Hafen. Einige Vögel. Reglose Natur. (Gähnen, Frösteln. Sonntag vor dem ersten Kaffee, beobachtend, still. Habt es mild heute.)

#outerworld #waking to the day #the early hours #the baltic self

teilten dies erneut

Der Drink blieb aus, die Träume erschöpften sich früh, ab einem gewissen Zeitpunkt bekommen Geräusche des Morgens Struktur und Erwachen zur falschen Stunde lässt den ohnehin dünnen Schlaf schnell und restlos verwehen. In den Hinterhöfen spielen die Tiere, Blumentöpfe und Gläser klappern. Gelegentlich startet irgendwo ein Motor, gelegentlich beginnt ein Wecker zu singen, aber das Selbst ist langsamer und träger als der umgebende junge Tag. Noch kein Kaffee, noch keine Wahrnehmung für Ordnung und Abläufe. Und die Herausforderungen der Nachsicht mit sich selbst, stets aufs Neue. Habt es mild heute.

#outerworld #concrete city #waking to the day #the early hours

teilten dies erneut

Frühmorgens, zurück im Takt, die ersten Worte drehend und wendend, die dem Bewusstsein zu dieser Stunde nicht entkommen konnten: Pragmatismus, Designfehler, Zugänglichkeit. Vielleicht ließen sich daraus Pläne ableiten, aber für den Moment fehlen Kontext und Unterbau und mit dem richtigen Erwachen werden die Ideen sich längst in ihr Halbdunkel zurückgezogen haben, in dem während des Tages nur Hochstapler und Kritiker lauern. Also konkretere Schritte: Bart und Borsten zurechtstreichen. Die Augen geschlossen halten, Wasser auf Händen und Armen. Erfühlen, wo da drinnen und wo da draußen ist, wo die eigene Grenze verläuft und wie die Sinne ihre Arbeit tun. Und dann Kaffee. Für die Form. Und den Verlauf. Habt es mild heute!

#outerworld #concrete city #the early hours #waking to the day

teilten dies erneut

Müde Stunden weiter, verschlafen in mehreren Sinnen des Wortes, kalte Luft, frischer Schnee, etwas mehr Licht als sonst etwas mehr Winterduft als sonst etwas mehr Ruhe als sonst aber diesselben Kreiselgedanken wie immer. Vor dem ersten Kaffee, vor dem Blick in den Spiegel, vor Selbstgesprächen über Sinn und Unsinn und Burgen und Elfenbeintürme und die Mühen der Ebenen und alles bleibt eine Notiz am Rande der Seite, die auf Bedeutung hofft, irgendwann. Neue Dämmerung, und langsam voran. Habt es mild heute.

#outerworld #concrete city #grounded #waking to the day #the early hours

teilten dies erneut

Aufwachen, Aufschrecken, nach nochmaliger kurzer Ruhe nach viel zu brüchigen Stunden. Der spätere Morgen, ungewohnt im Takt. Viel zu hell schon, alles, trotz des fortgesetzten Grau, und einiges im Ablauf rebelliert gegen die Wahrnehmung dieses Momentes. Gewohnheiten, Umwege, Zugeständnisse an sich selbst. Immer noch vor dem ersten Kaffee. Habt es mild heute.

#outerworld #concrete city #grounded #waking to the day

Definition von Morgen als jener willkürliche Zeitpunkt, an dem fehlender Schlaf aufhört, ein Ärgernis zu sein, und zum erwarteten Zustand reift. Planverschiebungen, innere Unruhe, ein knapper Blick in den Spiegel, ein langes Gähnen in der Küche. Partitur für Kühlschrank und Wasserkessel, so vertraut wie dissonant. Fuß vor Fuß, physisch und mental. Schritt um Schritt. Langsames Hochfahren in die Woche. Habt es mild heute!

#outerworld #concrete city #waking to the day #the early hours

(Stadtmorgen, Nachtwehen, Selbstgespräche ohne neue Argumente und ohne Nachsicht mit dem Gegenüber. Bäume, Häuser, Mäuse. Unten tönen Kinderlieder, Kinderstimmen durch den Flur. Katzenschatten auf heller Wand. Das Licht ist noch müde vor dem ersten Kaffee, so früh im Monat. Habt es mild heute.)

#outerworld #early sunday morning #waking to the day #concrete city

teilten dies erneut

Und da ist Dorfmorgen, einigermaßen uneben und verschlafen. Nacht verweht im Klang der Kirchglocken. Neues vorsichtiges Licht. Flügelschläge in den Büschen vorm Fenster, die Schalen von Sonnenblumenkernen fallen zu Boden, ein Schatten verschwindet. Erste Schritte treppab, durch kalte Flure. Gänsehaut unter dem Bademantel. Noch kein Kaffee, wenig Plan, Monatsgrenze. Vor allem für sich selbst noch keine Worte, die sich weich anfühlen. Das Haus erwacht langsam und schweigend. Habt es mild heute!

#outerworld #the early hours #waking to the day #the village and the hills

Diverse Wege durch diverse Nächte. Ein Teil des inneren Selbsts führt sehr stille, aber sehr bestimmte Zwiegespräche mit den Staren, über Ruhestunden und die fragwürdige Notwendigkeit, in verschlafenen Höfen von Wohnvierteln zu zetern bis kurz vor das Morgengrauen. Der andere Teil erkundet noch verschiedene Seitenbereiche der eigenen Systeme und wartet darauf, dass Sinne und Logik in der richtigen Reihenfolge in den richtigen Takt kommen. Kaffee, heute mit geröstetem Brot und Orangenmarmelade. Routinen, für die sich Dankbarkeit immer lohnt. Habt es mild heute!

#outerworld #concrete city #waking to the day #the early hours #in between

Die Nacht ein Blinzeln der Morgen ein Gähnen der erste Kaffee ein Luxus eine Notwendigkeit ein Ritual und noch immer das Licht der beiden kleinen Sterne, in Küche und Wohnzimmer, und eine vertraute Wärme, die dem innewohnt, während die heutige Ausprägung des Winters vor den Fenstern noch nicht genau wahrgenommen ist, noch etwas Abstand haben darf. Wühlen in geistigen Regalen, nach einem Buch, einer Seite, einem Zitat, solchen Sachen, die es manchmal gerade so weit aus den Erinnerungen unter die Oberfläche des Bewusstseins nach oben spült, dass sich Form, Farbe, Details erahnen lassen, man aber trotzdem daneben greift, den Schnipsel nicht zu fassen bekommt. Vielleicht später. Erst einmal wieder Form finden, Schwung holen, Auftakt zählen und los. Habt es mild heute!

#outerworld #concrete city #the early hours #waking to the day

Und schon wieder Morgen, schon wieder Dämmerlicht nach einem Tag, der nicht richtig hell, einer Nacht, die nicht richtig dunkel wurde. Schon wieder immer noch Stare in den Bäumen, eine müde Katze auf der Couch hinter halb geöffneter Tür, lauwarmes Wasser auf kratziger Haut und Träume, die mit ihren und dem eigenen Schatten tanzen. Um diese Stunde fühlt sich alles nackt und bloß an, selbst wenn man sich längst in Kleidung gehüllt, unter der Kapuze versteckt hat. Mentale, körperliche Bewegungsversuche in der morgendlichen Gegenwart von Krümelkaffee und Küchentischphilosophie. Habt es mild heute.

#outerworld #concrete city #the early hours #waking to the day #in between sleep and morning

Früher Tag trifft auf späte Nacht, und das Selbst erlebt einmal mehr jenen eigenartigen Moment, in dem Gewohntes und Mechanisches die Regie übernimmt, man plötzlich am Waschbecken wiederfindet, die Hände unter den Wasserstrahl hält und wartet, ob und wann die erwartete Kälte eintreten mag. Kein Erfolg. Dann Silhouetten am Rande der Aufmerksamkeit. Küchentisch, Tasse, Teller, eine Orange. Radiostimme von nebenan. Der Morgen hinter den Fenstern heller als angenommen. Und noch sammelt sich die Welt. Habt es mild heute.

#outerworld #concrete city #the early hours #waking to the day

teilten dies erneut

Und Wochenmorgen, schnell wie immer. Das Fenster blieb geöffnet, die Verbindung zwischen den verschiedenen Unruhen bestehen, ebenso der Duft nach Regen, Erde, Kohlenfeuer. Zusammensuchen, was die Stunde benötigt: Hausschuhe, Sehhilfe, ein paar neue Ideen, eine paar freundliche Gedanken. Ungekämmt, schlecht rasiert. Noch kein Kaffee am Rande der eigenen Untiefen. Habt es mild heute.

#outerworld #concrete city #waking to the day #the early hours

Marga Xeyat Ⓐ hat dies geteilt.

Sonntag, ohne Sonne. Dunkelheit flieht, lässt Reste von Schlaf und den Hauch alter Gespenster zurück. Erste Routinen: Licht in die Fenster gestellt. Antlitz gewaschen und dem eigenen Blick entkommen. Den Vögeln zugehört, hin und wieder leise Kommentare gemurmelt. Schuhe gefunden, die für den Morgen ausreichend scheinen. Und in schnellem Schritt eine lokal begrenzte Wirklichkeit durchmessen, in der mehr Frost wohnt, als die Zahlen nahelegen. Sehr begrenzter Kontext weit vor dem ersten Kaffee. Habt es mild heute.

#outerworld #concrete city #sunday mornings #waking to the day

teilten dies erneut

Übungsbedarf im eigenen Umgang mit Schlaf. Der frühe Morgen hat kein Erwachen, stattdessen ein viel zu langes Anklingen der Welt mit Tönen und Bildern, die ins Unbewusste drängen, die Ruhe aufwühlen, Gedanken auf ihre Reise schicken und dafür sorgen, dass man irgendwann aufgibt, in die Senkrechte wechselt, die Haare glatt streicht, Träume und Nacht aus den Augen wäscht und sich die Routine sucht, die dem jeweiligen Morgen angemessen scheint: Bäcker, Kaffee, Orangensaft. Immer noch locker in den Plänen. Habt es mild heute!

#outerworld #concrete city #the early hours #waking to the day #city weekends

Und der Morgen nach einem langen Abend, die Momente dazwischen fast nur eine Erinnerung, ein Gedanke, ein Blinzeln. Zur Kenntnis nehmen, was im Gestern alles liegen blieb. Den neuen Tag vorbereiten, mit sich selbst ringen, Form suchen, Schuldgefühle abstreifen wollen. Kaffee, Wasser, Brot, eine Liste offener Tickets und viel unverdaute Halbnacht. Immer noch nicht ganz hier. Habt es mild heute.

#outerworld #concrete city #waking to the day #the early hours

teilten dies erneut

(Einschlafen, Aufwachen und unsicher, wie viel Traum, wie viel Wirklichkeit da lebte in der blassen Aura über dem nördlichen Horizont. Vorsichtige Schritte durch erfühlte Engstellen; Flur, Bad, kalte Fließen, das Selbst noch fahl und grau in einem Spiegel, der nicht zu Schmeicheleien aufgelegt ist. Strecken als freiwilliger körperlicher Akt, Gähnen als unfreiwilliger. Und einen Augenblick Zeit vergehen spüren, bis man den Klang der eigenen Stimme in dieser Stunde erkannt hat. Noch vor dem ersten Kaffee, Bewegungen über Berge und Täler, und langsam kommt die Stadt zu sich. Habt es mild heute.)

#outerworld #concrete city #the early hours #waking to the day #where we do what we do

Andere Nacht andere Lichter anderer Morgen selber Wind neuer Frost und in den Höfen klirren Schlüssel auf den Steinen. Merkwürdiges Gefühl, früh und trotzdem heute nicht als Erster in den Tag aufzuschrecken. Ein Lied und eine Geschichte im Kopf, aber der Zusammenhang wird nicht mehr klar, ebensowenig irgendeine Verortung in Gegenwart oder Vergangenheit und annahmeweise werden die vagen Fragmente beim Versuch einer Niederschrift in glitzerndem Staub verwehen. Ein Chor aufgescheuchter Vögel in dunklen Ästen. Wasserkesselrauschen, die Blasen, die nach oben steigen, werden größer. Tagesplan im Selbstgespräch, als ob das gesprochene Wort den Dingen schärfere Formen gibt. Man wird sehen. Habt es mild heute.

#outerworld #concrete city #the early hours #waking to the day

Wochenmorgen, Automatismen, mechanisch eingeübte Handgriffe - und Dankbarkeit gegenüber dem Vorabendselbst, die Dinge in einer plausiblen, leicht zugänglichen Ordnung vorbereitet zu haben. Stürme und Vögel, Kühlschrankgesang, eigener Puls und eigener Atem als Klänge, die umso lauter werden, je bewusster man zuhört. Kaum wache Fenster entlang der Mauern des Blocks, ruhende Fahrstuhlschächte, reglose Fußwege. Noch ist der Kopf halb anderswo, noch müssen die Bilder erst wieder ihren Platz finden in der frühen schüchternen Montagswelt. Habt es mild heute.

#outerworld #concrete city #waking to the day #stories of that deep silent void just before dawn

Marga Xeyat Ⓐ hat dies geteilt.

(Nachtschlaf birgt Unruhe. Konstellationen im offenen Fenster. Laub raschelt über das Dach und man spürt eine unterbewusste Verbindung zu all den Dingen. Katze auf dem Schrank, regloses Beobachten in alle Richtungen. Keine Unklarheit darüber, wann man selbst im Mittelpunkt dieser Aufmerksamkeit steht. Unten werden Stühle bewegt, Teller klappern. Radiogespräche, merkwürdige Musik und der Sonntag braucht Kaffee, wie jeder Morgen, nach einem knappen Exkurs ins Freie. Habt es mild heute.)

#outerworld #concrete city #waking to the day #sunday mornings

teilten dies erneut

Dorfmorgen. Immer wieder zwischen den Wochen. Geflohener Winter steckt noch in den alten Mauern, die Nacht mit ihren Träumen in jedem frühen Augenblick. Zwielicht, Dämmerung, Badezimmerfenster, Vögel auf den Ästen des dornigen Busches und noch keine Spur von Katzen. Tagespläne am Frühstückstisch, gefilterte Wirklichkeit und ein holpriger Rhythmus vor dem ersten Kaffee. Habt es mild heute.

#outerworld #the village and the hills #waking to the day #always in between

teilten dies erneut

Der Freitagmorgen besteht Systemmeldungen und Unregelmäßigkeiten fremder Anwendungen, die sich ungebührlich verhalten, sobald der Blick von ihnen weicht. Erste Handgriffe, gähnend. Denkfähigkeit wecken. Die Welt wahrzunehmen beginnen, im frühen Licht und auch außerhalb. In die Tiefe des Treppenhauses lauschen, und das eigentümlich Gewohnte spüren in Schritten, die den Weg gen Ausgang suchen, jeden Tag annähernd zur gleichen Zeit. Kaffee am Schreibtisch. Und noch ein Hauch von Nacht in der Straße. Habt es mild heute.

#outerworld #concrete city #waking to the day #the early hours

teilten dies erneut

(Tageskreise später Abend früher Morgen die Stunden dazwischen und die Nacht als ein Kontinuum aus Brüchen und Bruchstücken ohne großes Ganzes, in das sie passen könnten. Einatmen, ausatmen, den Puls spüren und hören, die schlafende Nachbarschaft jenseits der Wände und Fenster. Noch nicht die Zeit für Klarheit und Struktur, nicht mehr die Zeit für Sinnfragen oder das Erfühlen der eigenen Abgrenzung zum Ganzen. Mitte des Monats; ein Kaffee, unter der kleinen blechernen Lampe. Kleider Stimmung Texte Lieder zurechtgelegt, und dann finden die Dinge ihren Anfang. Erneut. Habt es mild heute.)

#outerworld #concrete city #waking to the day #the early hours

teilten dies erneut

Eine Nacht weiter, und schon wieder fern zerknitterter Bettdecken. Sinnieren über Schlafhygiene, Nachtrituale, unterbewusste Routinen und Updates von Software, ohne spezifischen Zusammenhang. Immer noch das schummrige Licht eines Badezimmers, dessen Verbindung zur Außenwelt eher eingeschränkt funktioniert. Vorsichtige Bewegungen, noch nicht gewillt, die gewohnten Abläufe zu überschreiten und die Grenzen dahinter zu spüren. Wasser, kühl, warm, auf Gesicht und Stoppeln und Armen und dann auf den dunklen Krümeln in der Meerestasse. Genügend Wirklichkeit für den frühen Dienstag. Habt es mild heute.

#outerworld #concrete city #waking to the day #the early hours

teilten dies erneut

(Nacht, in der das Gesicht noch spannte in Erinnerung an die Weite, die Kälte, die Sonne. Morgen, in dem die Seele noch spannt und drückt in Erinnerung an die Bilder und Anderswelten zwischen den Brüchen im Schlaf. Aufstehen merklich nach dem Erwachen, im Kopf der Montag und im mentalen Gepäck ein Sammelsurium aus Punkten, die wohl eine Linie formen sollen. Oder ein Vieleck. Oder nichts davon. Selbst diese Erkenntnis muss die noch junge, bislang koffeinfreie Woche erst finden. Habt es mild heute.)

#outerworld #concrete city #waking to the day #the early hours

teilten dies erneut

Andere Stunde selber Ort und die Schläge der Kirchglocken verklangen. Wahrnehmung eines neuen Morgens noch aus der Waagerechten, das Kratzen von Werkzeug auf Eis irgendwo entlang der Straße, Kinderlieder als Gesang und Gitarrenakkorde in einer anderen Wohnung, das Summen im Ohr und die ersten versuchsweise gesprochenen Worte. Skizzenmodus, Denken durch Umrisse und grobe Strukturen, aus der Hand eines talentfreien Künstlers. Aber damit immerhin optimierbar. Noch vor dem ersten Kaffee. Ungeordnete Bettdecken und zögernd gewillt, den Tag zu begrüßen. Habt es mild heute.

#outerworld #concrete city #waking to the day #early sunday morning

teilten dies erneut