Hallo Fediverse, ich bin Lehrerin für Geschichte, Deutsch (und Kath. Religion) an einem Gymnasium in Augsburg.
Ich bin neugierig aufs Fediversum 😀 Mich interessieren neben aktuellen politischen Debatten vor allem Themen aus dem Kontext Geschichte - speziell die totalitären Regime in D im letzten Jahrhundert. Ziehen wir Lehren daraus? Ich hoffe...
#noafd #noafd_verbot_jetzt #nofashism

und natürlich:
#neuhier

Als Antwort auf Lisa B.

Aus Geschichte lernen setzt Information, Erinnerung und Nach-Denken voraus. Den Zeitzeugen zuhören, auch denen, die wenig prominent waren, das war und ist mir ein großes Bedürfnis.
Und immer ist Lernen eine Funktion der eigenen inneren Motive.
Auch ein Höcke hat Geschichte studiert.
Individuell sind Lehren gezogen worden, gesellschaftlich ergibt sich eine schwierige Gemengelage, denn Massenpsychologie und Beeinflussung spielen eine große, selten positive Rolle.
Als Antwort auf Lisa B.

Sally Perell, der Autor des Buches "Hitlerjunge Salomon" hat uns in vielen Vorträgen vor den jeweiligen Neuzugängen unserer Berufsbildenden Schule immer wieder deutlich gemacht, dass wir durch das Hören seiner Geschichte zu neuen Zeitzeugen werden. Das war seine Überzeugung und seine Mission. Der kleine Mann allein vor tausenden von Lernenden im großen Saal des Großkinos C1 neben unserer Schule - und man hätte die berühmte Stecknadel fallen hören können.
Sein Buch wurde auch verfilmt.
Als Antwort auf Harald Werner

Er war der Jupp, wurde der Hitlerjunge, damit der Salomon, der Sally überleben konnte.

youtu.be/50RLAR7ATfM?si=wecZSR…

Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (Samstag, 10. Januar 2026, 21:48)
Als Antwort auf Lisa B.

War für mich und meine Schülerinnen und Schüler nochmal beeindruckender, weil Sally in der Nachbarstadt Peine geboren wurde und als Kind dort lebte und er die Zeit als Hitlerjunge an der HJ-Akademie hier in Braunschweig erlebte.
Wie Bernd Engelmann schrieb, ist Geschichte dann besonders interessant und einprägsam, wenn es die eigene ist, die der Gruppe, der gesellschaftlichen Schicht, der man sich zugehörig fühlt - und auch den erlebten Orten.
Als Antwort auf Harald Werner

@HaWeCom Das ist auch meine Erfahrung, ich stimme Dir zu. Ende Januar ist wieder Holocaust-Gedenktag. Dazu bereiten wir jedes Jahr schulische Aktionen vor, indem wir u.a. auch die Orte besuchen, an denen sich quasi vor unserer Haustür Gewaltherrschaft, Willkür und Erniedrigung manifestiert haben. Zeitzeugen, die hier vor Ort Erlebtes berichten könnten, gibt es leider m.W. nicht mehr. Aber die Orte sprechen auch.
Einen schönen Sonntag!
Als Antwort auf Lisa B.

Dankeschön, Dir auch einen schönen Sonntag!
Gut informierende Führungen durch die Gedenkstätten, die das System der Unmenschlichkeit verstanden haben und erklären sind für mich gleich wichtig wie Zeitzeugen. Sie verschaffen Einblick, Überblick und helfen zu verstehen.
Im Mittelbau Dora, Nordhausen, erlebte ich z. B. jemanden, der durch die Beschäftigung mit den Unterlagen Antworten auf die Fragen seiner Kinder suchte und zu einem tiefen und eindrucksvollen Verständnis gelangte.