Spätes Wochenende. Jene Stunde, in der sich fliehende Zeit, Wochenwechsel, Kontextwechsel, Verlagerung der Aufmerksamkeit deutlich abzuzeichnen beginnen und den Augenblicken eine gewisse sehr vertraute Schwere verleihen. Kalte Luft über der Straße, aufgeheizte Zimmer, lilafarbene Blumen, ruhige Flammen in roten Kerzen. Gedichte aus verschiedenen Fernen, davor ungeplante Umwege im Vorabend, Anspannung, ein paar harte Worte gesprochen, manche verschluckt. Die Nachbarn parken unten ihre Fahrzeuge, tragen Taschen und Kisten in dunkle Hausflure, begrüßen einander und ihre Hunde. Ein wenig Unordnung, ein wenig Routine, und eine neugierige Katze jagt einen katzenfarbig grauen Ball durch den Korridor. Ruhepole finden. Atem zählen.