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Spannende Lektüre. Mit Blick auf die Länge des Dokuments hatte ich punktuell mehr Tiefe erwartet, aber trotzdem interessant. Vor allem auch: Richtig aufgenommen können Reflektionen wie diese auch dem Fediverse helfen, besser zu verstehen, was Menschen aus bestimmten Nutzergruppen brauchen, um walled gardens hinter sich zu lassen und "hier" heimisch zu werden. Davon bräuchte es mehr.
mögen das
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⚝ Mirko ⚝
Als Antwort auf Kristian 🌒 • • •Kristian 🌒
Als Antwort auf ⚝ Mirko ⚝ • •cc @Michael 🇺🇦 ... da ist /dieses/ Thema wieder. 🙈
⚝ Mirko ⚝ mag das.
⚝ Mirko ⚝
Als Antwort auf Kristian 🌒 • • •Kristian 🌒 mag das.
crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts
Als Antwort auf Kristian 🌒 • • •ich bin noch nicht ganz durch, habe noch etliche Seiten.
Was ich schon gemerkt habe, das die Sichtweise stark bis sehr stark der (ihrer) Sozialisierung abhängt.
Wer sein Lebenslang nur in kommerziellen Netzwerken zugebracht hat, tut sich hier echt schwer, mit der Freiheit klarzukommen
Kristian 🌒 mag das.
Kristian 🌒
Als Antwort auf crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts • •crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts
Als Antwort auf Kristian 🌒 • • •klar, das trifft auf alle Teile des Lebens und deren Bereiche zu
Ich muss das teil erst mal zu Ende lesen.
Einen Teil fand ich schon Lustig, wo geschrieben wurde, das das Fediverse was für Nerds sei.
Genau das ist auch eine frage der Sozialisierung. Für mich sind das die Nerds, die sich einzig und allein in kommerziellen Netzwerken auskenne und jedem Hype hinterherhecheln, um ihre Reichweite zu behalten während ich vom Rand aus zusehe und nur den Kopf schüttle 😉
nur sind die jenigen (Presse usw), die den öffentlichen Ton bestimmen und wie über Sachen geredet wird
mögen das
Kristian 🌒 und Alexander Goeres 𒀯 mögen das.
Kristian 🌒
Als Antwort auf crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts • •@crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts Jupp, das sehe ich ähnlich - als Nerd.🙂
Gerade aber bei dem Punkt "Reichweite" ... naja, da hab ich differenzierte Meinungen. Gerade wieder erlebt mit Blick auf den Iran, einen Kontext, in dem sich viele Leute in meinem Umfeld wieder in "anderen" Netzen informiert haben, weil da genau /das/ der Punkt ist: Die Leute, die (egal, ob als Reporter oder als Individuen) aus so einer Region Dinge zu berichten wissen, die wollen und brauchen funktionierende Systeme und Reichweite. Sonst können die's einfach bleiben lassen. Die sind darauf angewiesen, dass ihre Informationen schnellstmöglich weitestmöglich geteilt werden (bevor irgendjemand eingreifen und Dinge blockieren oder abfangen kann), und das idealerweise noch journalistisch nachprüfbar. Wenn ich sowas tun will oder muss, dann will ich mich nicht mit Tools, Inkompatibilitäten von Servern, temporär nicht erreichbaren Instanzen oder gerade 'mal gestörter Förderation behängen müssen. Das ist auf Instagram, Tiktok, X und Co auch schon schwierig, keine Frage, aber das sind die Gründe, warum man auch das Argument Reichweite aus meiner Sicht nicht so leicht wegwischen und vor allem auch die Frage stellen sollte: Will ein Netzwerk "by design" und in Konsens für alle Akteure Reichweite "unterbinden", oder ist Reichweite aufgrund getroffener technischer Entscheidungen schwierig zu bewerkstelligen? Ersteres wäre okay - und dann aber auch klar: Für Leute, die Reichweite wollen und brauchen, ist das nicht das Tool der Wahl. Zweiteres wäre ... ärgerlich und sollte Grund sein, nochmal über Technik zu diskutieren...🙂
(Das das nicht /in jedem Fall/ das Problem trifft, ist mir auch klar. Aber ich lese hier viel mit und habe an vielen Stellen das Gefühl, dass gerade "Reichweite" ein erklärter Lieblingsfeind im Fediverse ist und das an vielen Stellen auch nicht wirklich hinterfragt wird. Das verhindert möglicherweise, dass das Fediverse auch für Leute nutzbar wird, für die es jetzt schlicht keine gute Option ist.)
crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts
Als Antwort auf Kristian 🌒 • • •ja, ich weiß was du meinst.
Wobei ich auch hier im Fediverse durchaus Reichweite sehe, Aber ganz sicher anders definiert und nicht durch die BWL/VWL Brille betrachtet.
Wobei ja Reichweite in den Kommerziellen Netzwerken auch nicht Reichweite ist.
Und auch eine Frage der Betrachtungsweise wie man Reichweite misst, Anzahl der user eines netzwerkes durch die erreichten oder oder oder.
Ich glaube, das mal durchzuquatschen braucht mindestens einen ganzen Abend und meien 7.500 zeichen reichen da gar nicht für aus.
Und auch eine Frage, ob 0815 user auf Tiktiok genau die gleiche Reichweite hat wie ein Influenzer oder was für ein "Prämienkunde" auch immer
Kristian 🌒 mag das.
Kristian 🌒
Als Antwort auf crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts • •Nix davon halte ich prinzipiell für unlösbar, und ich glaube, dass die großen Plattformen dort andere Probleme mit sich bringen als die kleinen. Aber ich erlebe im Fediverse für meine Begriffe zu selten, dass das auch nur thematisiert wird. Die Standardkommunikation ist allzu oft: Das funktioniert für uns, also funktioniert es für Euch auch, und es ist die Entscheidung für oder contra Freiheit, und alle Argumente dagegen entspringen eher der Bequemlichkeit und der Halsstarrigkeit oder der Konditionierung in gegenwärtigen Netzen (und das sind noch die positiveren Formulierungen). Das spring für mich viel zu kurz - und verhindert auch im Fediverse, dass gewisse Probleme wirklich angegangen und gebessert werden können.
Horschtel
Als Antwort auf Kristian 🌒 • • •Wenn jemand einem hashtag folgt, werden entsprechend getagte Beiträge im die Timelines gespült.
Da braucht es doch dieses ganze "mehr Follower" garnicht.
Oder habe ich was falsch verstanden?
@crossgolf_rebel
crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts
Als Antwort auf Horschtel • • •jein.
Klar sind hashtags sehr wichtig aber auch Verknüpfungen innerhalb des Fediverse unter den Instanzen.
Es bedarf anderer Wege, als es solche Gruppen bisher gemacht haben und das erfordert eigenes Handeln und agieren.
Das sehe ich nicht nicht.
Es wird 1:1 verglichen udn dann gejammert, weil der Opel nicht so schnell fährt wie ein Formel1 Auto, um das mal zu vergleichen
@z428eu@quietmoon.org
Kristian 🌒 mag das.
crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts
Als Antwort auf Kristian 🌒 • • •Einer verallgemeinerte herangehensweise wie, was ich kann - können auch andere, ist doch schon imer falsch gewesen. Meine Frau kann nicht, was ich kann und ich kann sehr vieles nicht, was sie kann. Das auf breitere Menschengruppen gedacht, ist das da auch so.
Aich was Anforderungen angeht, ist jeder anders gestickt. Während viele sich mit Masto begnügen, ist mir dieses Korsett zu eng. Und so sind auch die Anforderungen breiter gestreut, je größer die Menge an usern wird. Klar gibt es Schnittmengen aber im Deteil wird es dann richtig bunt.
Jetzt mal zu deinem Szenario
Da sehe ich schon mal ein Grundlegendes Problem, aber eher auf Seiten der Journalisten. Aus meiner Sicht haben die das Fediverse noch nicht als ihre "Heimat" erarbeitet und hier auch noch keine "Reichweite in Form von Kontakten" erarbeitet. In meinen Augen fehlt denen hier das Netzwerk, was sie in den kommerziellen schon haben. Aber auch da mussten sie sich das erarbeiten und aufbauen.
Und klar, die haben andere Anforderungen. Ich habe aber bisher nicht das Gefühl vermittelt bekommen, das sie dafür hier was tun außer jammern. Denn sie setzen ein für sich aufgebautes netzwerk mit einem, wo sie neu dazukommen gleich und das ist gelinde gesagt, mehr als unfair, das so zu vergleichen.
Da sehe ich weder bei den kommerziellen noch beim Fediverse Vor- oder Nachteile.
Ich weiß weder wie Insta, TikTak usw. die Filter haben, das das zum einen durch kommt und zum anderne Jouernalisten, NGOs erreichen kann.
Nachteil Fediverse, wie oben beschrieben. Ich sehe hier kein etabliertes Journalistisches Netzwerk, sondern nur vereinzelte Einzelkämpfer und bei vielen nur als Ausspielweg. (kann aber auch nur meine Wahrnehmung sein).
Das die Nachricht evtl von einer kleinen unbekannten Instanz kommt, sehe ich gar nicht so als Nachteil. Denn auch so müssen Journalisten und NGOs diese Infos Gegenprüfen.
Was "Finden" angeht, ja, das ist sicher ein Problem, aber auch eins was man minimieren kann. Und auch da sind kommerzielle Netzwerke nicht offen, denn ich weiß auch da nicht, was die filtern und gar nicht erst finden lassen.
Ja, es wird ab und zu mal in meiner Timeline thematisiert. Aber meist wird das nur von solche nGruppen in dne Raum geworfen und statt sich darunter unter den Betroffenen eien Diskussion oder Austausch gibt, ist Schweigen im Walde und nur vereinzelte FediWesen geben Tipps. Was wieder auf mein oben genanntes Propblem hinweißt - diese Gruppen haben sich das Fediverse noch nicht erschlossen und auch sehe ich keine Bestrebungen dahin - deren Lösung ist BS.
Und ja, ich sehe diese Gruppen da auch in der Pflicht. Wenn sie Wandel wollen, dann muss man dafür auch was tun. Und Jammern zählt eben nicht dazu.
Und nein, das Fediverse ist nicht perfekt. Ich halte es aber für einen guten Weg
Kristian 🌒 mag das.
Kristian 🌒
Als Antwort auf crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts • •@crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts Auch hier - kein grundsätzlicher Widerspruch. Verschiedene Gedanken dazu:
Ich halte das Fediverse von der Governance (Menge an unabhängigen Systemen und unabhängiger Infrastruktur) derzeit für die beste existente Alternative, aber ich bin überzeugt, das ATProto (Bluesky) technisch das bessere Protokoll ist. Das hat an manchen Stellen mehr Weitblick als ATProto, beginnend eben bei Dingen wie Auffindbarkeit. Solche Sachen wünsche ich mir in ATProto und (nüchtern und auch mit Blick auf Netzwerke, Protokolle, Technologien gesagt, die es zum Zeitpunkt der Festschreibung von AP gegeben hat) hätte ich schon in der ersten Version erwartet, talking "prior art" und existierende Lösungen, die faktisch ignoriert wurden. An vielen Stellen fühlt sich AP an wie der Versuch, ein System ähnlich wie E-Mail auf Web-Technologie neu zu definieren und dabei eine ganze Menge Dinge, die E-Mail grundsätzlich schon kann und in > 4 Jahrzehnten gelernt hat, zu ignorieren, und außer "minimaler Konsens aller Beteiligten" sehe ich absolut keine vernünftige Begründung für diese Entscheidungen. Nicht alle dieser Themen sind relevant für eine Eignung des Protokolls für die angesprochenen Szenarien, aber manche. Wenn die ATProto-Leute es schaffen, ihr Protokoll von der IETF wirklich /standardisieren/ zu lassen, könnte das das Spiel nochmal grundlegend verändern.
Ansonsten: Ja, die Gruppen sind alle mit in der Pflicht, aber aus meiner Sicht ist es auch hier eben eine Frage des Aufwands und des Nutzens. Ich hab einige Freunde, die etwa im ÖRR arbeiten. Härtegrad anekdotische Evidenz, aber: Das, was Du in Deinem Kommentar geschrieben hast - hinsichtlich der Möglichkeiten zu Vernetzung, zu Kommunikation, zu Diskussion in solchen Umgebungen - konterkariert absolut und vollständig deren Realität mit Blick auf verfügbare Zeit und Energie. Das muss man stemmen. Das ist substantiell Kraft, die es braucht. Mittlerweile ändert sich das langsam, aber über sehr lange Zeit hab ich im Fediverse Journalisten gessehen, denen ich Enthusiasmus und Begeisterung für das Thema zuschreiben würde. Für viele ist es einfacher, bei den Kanälen und in den Umgebungen zu bleiben, in denen ihre Kontakte und die Leute schon sind, mit denen sie kommunizieren müssen. Versteh ich auch vollkommen - in der überwiegenden Mehrzahl meiner alltäglichen Dinge ist die Frage, ob ein Werkzeug für ein bestimmtes Problem geeignet ist, ein ausschlaggebendes Kriterium. Das ließe sich aus meiner Sicht über kritische Masse lösen - wenn irgendwann "genügend" relevante Kontakte, Organisationen, ... "hier" sind, dann wird das für alle Beteiligten einfacher. Das Fediverse kann (sollte?) aber helfen, diese kritische Masse zu erreichen, oder? Und ich glaube, da können wir noch Dinge tun.
Und, was den Umgang mit Neuankömmlingen und Erwartungshaltungen betrifft: Das finde ich spannend. Weil: Ich sehe auch quer durchs Fediverse und darüber hinaus immer wieder "Werbung" im Sinne von: "Kommt hierher! Das bessere social media!". Diese Aussage baut /natürlich/ explizite Erwartungshaltungen auf - weil die Nutzer im Allgemeinen von einem "besser" im Vergleich zu dem ausgehen, was sie gerade haben. Das Fediverse ist "besseres" social media, klar, aber nur, wenn wir mit "besser" digitale Unabhängigkeit, Freiheit, Datenschutz, ... verstehen. Es ist nicht das "bessere social media", wenn wir etwa auf Usability, auf Vorhersagbarkeit, Stabilität, Performance, Verfügbarkeit blicken, oder auf die Geschwindigkeit, in der beispielsweise Posts zu akuten Ereignissen über Instanzgrenzen hinweg die Runde machen. Das Fediverse /könnte/ all das auch sein, aber es hat schlicht andere Prioritäten im Moment - und (da schließt sich der Kreis zu oben) eine technologische Basis, die das Umsetzen einiger dieser Anforderungen erschwert.
Alles insgesamt nicht einfach, also. Und ich bin gespannt, zum einen, was die neue Version von AP irgendwann bringen wird - und ob zumindest ein paar dieser Themen gelöst werden, zum anderen, was die Hubzilla Association dort zu bewirken vermag, und finally, inwieweit ein IETF-Standard für ATProto hier hilft.
crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts
Als Antwort auf Kristian 🌒 • • •Das mit dem AP Protokoll nicht alles zum besten steht und AP da einiges besser macht, das will ich weiter gar nicht bewerten. Sehe aber auch nicht alles an AP als "gute" Lösung. Aber das will ich mir gar nicht anmaßen weiter zu beurteilen, da sind andere die Fachleute. Ich kann nur sagen, was mich bei dem oder dem stört oder besser gefällt.
Wahrscheinlich wäre das beste aus beiden gut. Aber das ist wohl mehr Wunschdenken.
Daran habe ich beim schreiben gar nicht gedacht. Aber ich kenne auch welche bei Presse und Rundfunkähnlichen Medien und weiß um das Problem mit Zeit und Kraft.
Und ja, ich sehe da auch, das es in dem Fall einfacher ist, dort zu bleiben, wo sie gerade sind. Ich muss es aber trotzdem nicht gut finden ;) Den Veränderung bedeutet auch imemr Aufwand und Umgewöhnungszeit, ohne dem funktioniert das ja nicht. Und umgewöhnen und dazulernen müssen sie ja bei Insta udn co. auch laufend, das ist ja auch jkein System im Stillstand. Was da heute noch Pflicht war, kann morge nschon dafür sorgen, das man nicht mehr gesehen wird.
Und ja, da kommt der Hamster isn straucheln. Weil die da schon immer dran Arbneiten müssen, fehlt die zeit sich wo anders auch einzuarbeiten und da "Reichweite" aufzubauen. Wenn man gemein wäre, könnte man auch sagen, das die kommerziellen da mit Absicht so machen, um die nicht aus dem hamsterrad rauszulassen.
Was das Fediverse angeht, ich sehe da schon bestregungen von vielen Aktionen, relvanter zu werden und Menschen dazuzuholen. Zumindets im deutschsprachigen Raum, den ich da Hauptsächlich lese. In wie weit sollte das Fediverse da helfen können? Wo siehst du uns da in der Pflicht?
Das war doch eigentlic hschon immer so? Also ich kenne das nicht anders, als das die Menschen hier schon immer Werbung für das Fediverse gemacht haben.
Klar, immer aus dem Blickwickel der jeweiligen Gruppen und deren Interessen und die sind nicht immer in die gleiche Richtung ;) Da fühlt sich das Fediverse wirklich wie ein Lebewesen an mit 200 Armen und Beinen, die zwar zusammen gehören aber auch mal in unterschiedliche Richtunge gehen wollen.
Den Teil verstehe ich gearde nicht, was meinst du damit? Siehst du was, was ich gerade nicht sehe?
Kristian 🌒 mag das.
Kristian 🌒
Als Antwort auf crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts • •@crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts Ich fang hinten an, weil sich aus meiner Sicht die Antwort darauf eignet für auch die anderen Themen: Irgendwann (in 2022, glaube ich) gab es irgendwo in Seitenecken des Fediverse die Initiative, diese Welt besser für Menschen nutzbar zu machen. Damals war die Idee: Nutzergruppen identifizieren, deren Bedürfnisse verstehen und herausfinden, was die brauchen, damit sie "hier" besser klarkommen. Das hat leider nie richtig Schwung bekommen.
Was stattdessen passiert: Es gibt eine (gefühlt wöchentlich) größer werdende Menge an Servern, die "irgendetwas" mit ActivityPub tun. Die müssen alle irgendwie miteinander förderieren. Und die haben alle merkwürdige Effekte, weil die alle das Protokoll verschieden interpretieren und implementieren. Gerade erst gelernt: Ich kann verschiedene Android-Apps gerade nicht mit Friendica verwenden, weil die die Mastodon- und auch wohl irgendwie FEP-Art implementieren, wie Posts zu zitieren sind. Friendica implementiert aber hier die Art und Weise, wie Akkoma das irgendwann (als es noch keinen Standard gab) implementiert hat, beides passt nicht zusammen und Clients, die sich auf eine der beiden Arten verlassen, gehen mit der anderen kaputt. Das an sich ist nervig, aber noch schwerer ist es, sowas wirklich nachhaltig und quer über das ganze Fediverse zu lösen. Oder auch: Irgendwann glaubte irgendjemand einführen zu müssen, dass man auf Posts nicht mit Daumen/Stern, sondern mit beliebigen Emojis reagieren muss. Friendica kann das, Mastodon und manch andere Systeme ignorieren das, insgesamt ist es Kram, mit dem die Plattformen irgendwie umgehen müssen. Oder: Ich sehe seit Jahren in Friendica Umfragen vorbeifliegen, kann da im Web-Frontend nicht interagieren und über mobile App "Dinge tun", die keinen Effekt haben, weil Friendica die Funktionalität noch nicht kann.
Das Fediverse ist heterogen und im Kern (vielleicht mit Ausnahme der Mastodon-Leute) eher von Techies und Nerds getrieben, die sich daran gewöhnt haben, dass solche Dinge in Kauf genommen werden müssen für eine "freie" Lösung abseits großer Konzerne. Für Menschen, die das aus Neugier, für lose Kommunikation oder als Freizeitbeschäftigung nutzen, ist das unbedeutend und hinnehmbar und (safe to say) eine große Masse der Leute, die aus dem Nicht-Nerd-Umfeld dazugekommen sind, nutzt vermutlich Mastodon in Kommunikation mit anderen Leuten auf Mastodon und dort ist dieses Problem kleiner. Für alle anderen ist es ein Haufen an Komplexität, der sich nur mit sehr viel Aufwand und Kraft durchdringen lässt. Und das ist schade.
Wenn es darum geht, was das Fediverse hier tun könnte, hätte ich zwei klare Pointer. Zum ersten:
medium.com/@denschub/activityp…
Das, was Diaspora* - Dennis geschrieben hat, vor allem unterhalb von "The lack of by-design interoperability", ist nach wie vor uneingeschränkt zutreffend, berücksichtigenswert, bereinigenswert. Gerade auch dieser Punkt hier:
Und zum zweiten:
timothychambers.net/2025/06/18…
Timothy Chambers hat damals relativ umfassend Dinge zusammengeschrieben, die "ganz vorn" aus Usability-Sicht "verbesserungsfähig" (mildly put) sind. Auch das passt in 2026 immer noch. Insgesamt ... glaube ich, wäre es für das Fediverse hilfreich, diese "Fragmentation" (viele Plattformen, viele Instanzen, viele Nischen, ...) etwas zurückzufahren zugunsten der Idee: "Wir" sind diejenigen, die für andere gern eine ethisch und gesellschaftlich bessere Netzwerk-Umgebung bieten wollen. Das geht nur, wenn wir möglichst genau verstehen, was "die anderen" wollen und brauchen.
mögen das
Alexander Goeres 𒀯 mag das.
Kristian 🌒
Als Antwort auf Kristian 🌒 • •@crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts Und ... ein passendes Beispiel, weil ich gerade wieder über dem Chambers-Artikel bin, und zu der Frage, wo sich technische Unwägbarkeiten und Kommunikation beißen:
- Instanzwahl ist eine /der/ Hürden. Das erlebe ich auch immer wieder.
- Für Dezentralisierung sind "große Instanzen" eher doof, aus vielen Gründen.
- Dummerweise beherrscht es keines der förderierten Systeme außer Hubzilla, Instanz zu wechseln, ohne seine sämtlichen Nachrichten und die gesamte Kommunikationshistorie zu verlieren (man stelle sich dergleichen 'mal bei E-Mail vor, was gern als Vergleich verwendet wird).
Konsequenz: Viele Nutzer landen (überfordert bei der Auswahl) bei den "Flagship"-Instanzen und bleiben auch dort. Wir haben hier so eine merkwürdige Konstellation, in der eigentlich die Wahl der Instanz egal sein sollte (weil hey, alles Fediverse und alles förderiert mit allem), die Wahl der Instanz aber dann doch gravierend ist, weil verschiedene Instanzen = verschiedene Regeln und vollständiger Umzug quasi ausgeschlossen. Hätte man (wie bei ATProto) diese vollständige Migrierbarkeit als absolut essentielle Kernanforderung mitgedacht und von vornherein mit eingebaut, wäre die Hürde sowohl zum Einstieg als auch zu "richtiger" Dezentralisierung bedeutend niedriger - Nutzer könnten sich "einfach" auf einer der Start-Instanzen - und sei es mastodon.social - anmelden, sich dort einfühlen, sich orientieren, wer wo "lebt", und dann irgendwann in "ihre" Community umziehen. Hier ist Technologie und Standard dem, was "wir" eigentlich wollen, komplett im Weg. 😔
crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts
Als Antwort auf Kristian 🌒 • • •sorry, ich kann heute nicht mehr denken,
Tipp mich mal bitte Morgen noch mal an.
Ich bin durch, aber so richtig
Kristian 🌒 mag das.
Kristian 🌒
Als Antwort auf crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts • •crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts
Als Antwort auf Kristian 🌒 • • •crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts
Als Antwort auf Kristian 🌒 • • •jetzt habe ich das erste mal so richtig begriffen, wie sehr ich doch Nerd bin....
Deinen letzten Gedanken finde ich gar nicht so verkehrt
Das beinhaltet auch imemr wieder meine Forderung an Leute, die ALLES zu Mastodon holen wollen, das ohne zu wissen bzw. zu verdrängen, das nicht jeder ein Notitzzetteltool braucht oder haben will.
Das würde bedeuten, das es einen Dienst geben müsste, der "alles" kann, die Instanzbetreiber dann aber in der Confog die für sie wichtigen Funktionen auswählen würden.
Alles geht mit allen, da das gleiche System, nur die Möglichkeiten und Funktionen sind so angepasst, das es den Wünschen udn Bedürfnissen der einzelnen user entgegen kommt 👍
Kristian 🌒 mag das.
Kristian 🌒
Als Antwort auf crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts • •@crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts Das wäre eine Möglichkeit, klar. Aber auch hier:
Ja, sowas in der Art könnte man tun. Wobei es das vielleicht nicht mal unbedingt braucht. Wieder am Beispiel pixelfed: Dort kann ich Posts mit maximal 10 Bildern erzeugen, Mastodon zeigt aber nur 4 davon an. Und dort kann ich Stories erzeugen, die zeigt nur Pixelfed an. Wenn ich als Pixelfed-Nutzer mit Nutzern auf anderen Plattformen in Berührung komme, ist das für beide Seiten blöd:
- Als "Absender", der ich unter Umständen nur meine Plattform kenne und nutze, weiß ich nicht, dass andere Nutzer, mit denen ich Kontakt haben kann, nur einen Teil meiner Informationen und manche Posts gar nicht sehen.
- Als "Empfänger", der ich unter Umständen ebenfalls nur meine Plattform kenne, weiß ich nicht, dass mir Posts von Kontakten nur unvollständig, teilweise gar nicht gezeigt werden.
Auf beiden Seiten hab ich nicht nur keine wirklich gute Möglichkeit, dieses Problem zu lösen ohne zusätzliche Accounts auf einer Instanz mit derselben Software - ich sehe nichtmal, dass ich ein Problem habe. Wenn ich mich dem Versprechen des Fediverse - es braucht nicht mehr so viele Accounts, alle können mit allen kommunizieren, weil offener Standard - anschließe und deswegen hierher komme, werde ich spätestens dann, wenn ich das in ganzer Trageweite erkenne, sehr heftig enttäuscht sein.
Ich glaube dabei nicht mal, dass der Standard erzwingen müsste, dass alle Plattformen prinzipiell diesselben Funktionen haben sollten. Was er aus meiner Sicht aber erzwingen, vorschreiben, klar definieren müsste und was umzusetzen in der Verantwortlichkeit jedes einzelnen Entwicklers förderierter Software sein sollte, wäre für solche Fälle etwa sowas wie Graceful Degradation ( de.wikipedia.org/wiki/Graceful… ) im Web - eine klare Vorgabe: Wie ist damit umzugehen, dass meine Nachricht, die ich sende, eventuell Funktionen nutzt, die andere nicht verarbeiten können? Wie ist damit umzugehen, dass die Nachricht, die ich gerade empfangen habe, Daten beinhaltet, die ich nicht verarbeiten oder anzeigen kann? Und zwar beides so, dass eventuell für den Absender, mindestens aber den Empfänger absolut klar wird: Hier fehlen mir Informationen, hier gehen Dinge aus technischen Gründen verloren. Das ist aus meiner Sicht die eigentliche Fragmentation im Fediverse, und der Punkt, wo (anders als bei Bluesky) in der Denke das Verständnis für das große Ganze jenseits der eigenen Instanz oder vielleicht der eigenen Software fehlt, zumindest bei einigen Projekten. Und der Standard versäumt komplett, das zu thematisieren oder festzulegen.
(Ein anderer Ansatz wäre wirklich ein "Standard" in dem Sinne, in dem man den in anderen Teilen der technischen Welt kennt und der eben strikt und testbar beschreibt, wie sich das System in welchen Fällen zu verhalten hat. Dann wäre auch klar, dass man sich über inhaltliche Themen und über die Bedeutung von Nachrichten, Inhalten, Kommunikation im Klaren sein müsste, und das Brett wird beliebig dicker. Dass "erweiterbare" Standards in Software ein gewisses sehr schwieriges Eigenleben haben, haben wir in den letzten Jahrzehnten gesehen, bei mindestens XMPP, E-Mail - wenn formatierte Texte oder Verschlüsselung Themen waren - und Web -- siehe die "Browser wars" und "made for Microsoft Internet Explorer" - Seiten. )
crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts
Als Antwort auf Kristian 🌒 • • •deien Beschreibung kommt dem, was ich im Kopf und nur stümperhaft beschrieben haben, sehr sehr nahe.
Wenn alle Dienste die selben Funktionen kennen und als Codebasis benutzen, sie aber nur für ihre Instanz zum erstellen nicht anbieten, können sie posts von andern Instanzen, die ihren Nutzern mehr erlauben, trotzdem darstellen.
So das mal grob umschrieben.
Der Standard wäre, das die Dienste die selbe Codebasis haben und alles darstellen und abbilden können, was damit erstellt wurde.
Die Dienste nur die Möglichkeiten zum selber erstellen für sich definieren.
Kristian 🌒 mag das.
Kristian 🌒
Als Antwort auf crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts • •@crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts Ja, das wäre /eine/ Möglichkeit, das zu lösen. Und da kommt auch der OpenSource-Weirdo in mir wieder durch und beklagt verschwenderischen Wettbewerb statt Kollaboration. Am Beispiel Bluesky / ATProto wieder: Es gibt Bluesky als twittereskes Netzwerk. Es gibt Pinksky als Instagram-artiges System. Es gibt Rocksky, was in einer Art wie last.fm Audio-Informationen, Playlists, ... sammelt. Aber am Ende des Tages sind das alles Systeme, die auf diesselbe Basis-Logik (den PDS und die Infrastruktur drumherum) zugreift.
Hat zwei Vorteile - zum einen ist ein Pinksky-Bild-Post genau so ein vollwertiges Objekt in dem Netzwerk wie ein Bluesky-Post mit angehängten Medien und ich habe hier die /tatsächliche/ Kompatibilität zwischen den Systemen, die ich eigentlich haben will. Der andere spannendere Vorteil ist aber: Ich habe viel weniger Situationen, in denen ich das Rad neu erfinde. Ich meine etwa: Datenhaltung. Nutzerverwaltung. Import und Export von Followerlisten. Förderation mit anderen Systemen. Samt Fehlerbehandlung drumherum. Egal ob Mastodon, Friendica, Pixelfed, Hubzilla, *key, Bonfire, GTS - all diese Systeme bauen effektiv /all/ das von Grund auf neu, anstelle Logik und Code zu nutzen, der schon da ist und mindestens 90% dieser Anforderungen out of the box mit wenig Modifikationen erfüllen dürfte. Pixelfed wäre viel besser, als es das ist, etwa, wenn es "nur" ein modifiziertes Frontend und ein wenig Zusatzlogik auf einem Mastodon- oder Friendica-Server wäre. Und auch wenn ich es (aus Gründen) nicht glaube, hoffe ich immer noch, dass wir irgendwann zu diesem Punkt kommen. Das würde viele Themen - Förderation, Protokoll-Inkompatibilitäten, aber auch Menge verfügbarer Entwickler, die Code schreiben und Fehler beseitigen können - gleichzeitig adressieren.
crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts
Als Antwort auf Kristian 🌒 • • •Da gibt es noch ne ganze Reihe von Dingen, die noch gelöst werden könnten und auch sollten
Kristian 🌒 mag das.
cptn3mo
Als Antwort auf crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts • • •Sorry das ich mich einklinke.
Darf das zitiert werden?
Passt an einer anderen Stelle in Bezug auf #unplugtrump.
Kristian 🌒 mag das.
crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts
Als Antwort auf cptn3mo • • •mach ruhig, das ist mal in einer anderen Unterhaltung so als Fazit rausgekommen, mit jemanden der sich nur in solchen Netzwerken rumgetrieben hat.
@z428eu@quietmoon.org
cptn3mo
Als Antwort auf crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts • • •cptn3mo
Als Antwort auf Kristian 🌒 • • •camulus
Als Antwort auf cptn3mo • • •Witzig, habe gerade gedacht, ich brauche ein Projekt, über welches ich hier schreiben kann. Momentan kommt bei mir nur Blödsinn. Danke für den Hinweis. Schau ich mir mal an.
Kristian 🌒 mag das.
⨇⋒ℾ╬ⅈℼ ℿ
Als Antwort auf Kristian 🌒 • • •Kristian 🌒 mag das.
Kristian 🌒
Als Antwort auf ⨇⋒ℾ╬ⅈℼ ℿ • •⨇⋒ℾ╬ⅈℼ ℿ
Als Antwort auf Kristian 🌒 • • •Download: Der Report ist kostenlos verfügbar unter
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