Wieder ausreichend frühes Erwachen, irgendwann zähe Dunkelheit zurücklassend. Im Halbschlaf Träume verwoben, den Diskursen der Vögel gelauscht, den Bussen in der Kreuzung, der Müllabfuhr hinter der Nebenstraße. Schnell wieder im Jetzt: Ein kurzer Plan, ein anderer Plan, Stoppel glätten, das noch müde Gesicht abtrocknen, gemahlenen Kaffee in den Glaszylinder löffeln, mit Musik im Kopf, die sich hartnäckig nicht übertönen lassen will. Einen Anfang gefunden, unter warmem Zwielicht. Habt es mild heute!

#outerworld #concrete city #waking to the day #the early hours

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(Wieder früh der Morgen, ein wenig kälter, ein wenig verknitterter, ungewohnte Bewegungen in ungewohntem Rhythmus und bei Wahrnehmung der Realität unsicher, ob der Wecker heute wirklich hätte wecken sollen und warum genau welcher Abschnitt der Woche im Kalender hängenblieb. Immer noch nachtdunkler, nachtheller Himmel, diffuser Schimmer und vage Silhouetten die Straße entlang von hier bis zum Park. Kaum Schritte, kaum Passanten, an der Haltestelle wartet der Fahrer auf seinen Bus und mit der ersten Zigarette findet sich dort unten der neue Tag. Habt es mild heute.)

#outerworld #concrete city #the early hours #waking to the day

Marga Xeyat Ⓐ hat dies geteilt.

Nacht kam und schlich vorüber und schickt sich bereits an zu weichen, ohne richtig wahrgenommen worden zu sein, und vielleicht ist das für die knappen, begrenzten Stunden kein schlechtes Zeichen. Schon wieder Küche, halbwegs begradigt und umhüllt. Zwiegespräche mit dem Wasserkocher und dem kleinen Stern im Fensterrahmen und jener Fliege, deren Anwesenheit seit Tagen schon ebenso unerklärlich wie wahrnehmbar ist. Aufgaben der kommenden Zeit sichten, verteilt über verschiedene Listen und noch nicht imstande, diffizilere Konflikte zu sehen, zu beheben. Ordnungsrelationen und Wichtungen, knapp vor dem ersten Kaffee. Habt es mild heute.

#outerworld #concrete city #waking to the day #the early hours

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(Blinzeln in mattes Licht, eine Fliege auf dem Badezimmerspiegel, ein Katzenschatten im Flur. Unstunden am Morgenrand haben ihre eigenen Geister. Das Treppenhaus erfüllt vom Echo entriegelnder Schlösser und fallender Türen, dann eilige Schritte und der kurze peinliche Moment, in dem fremde Musik noch nicht den richtigen Weg in fremde Ohren findet. Technik und ihre eigenen Herausforderungen. Und ein Taxi in zweiter Reihe. Dazu Kaffee, Brot, eigene Mobilitätsansätze für den Mittwoch. Verschiedene Dimensionen von Pragmatismus. Und andere begleitende Erwägungen. Gerade so wach genug. Habt es mild heute.)

#outerworld #concrete city #waking to the day #the early hours #always in between

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Einmal mehr im Takt. Einmal mehr viel zu früh für die Stimmung, viel zu spät für die Liste an Dingen, die sich angesammelt haben, weiterhin ansammeln. Flur, Wohnzimmer, Bad, Küche, danach haben die Räume ihr Spätjahreslicht, Kaffeewasser beginnt im Kessel zu tanzen. Unscharfe Erinnerungen an das Schlaflose im Dunkel, und die Träume, die zumindest schlaflos wirkten. Bilder wie unter einer Staubschicht. Und fast nie Erinnerungen an Klänge. Ein Morgen im Winter, mit Frost und ohne Schnee und immer wieder einigermaßen neben sich. Habt es mild heute.

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(Freitagmorgen. Urplötzlich. Das Gegenteil unruhiger Nächte ist tiefer traumloser Schlaf, der keinen Anfang, wohl aber ein abruptes Ende zu haben scheint. Orientierung in Dunkelheit, mit allen Sinnen und mit allen Sinnen nur halb, von der Auswertung des Erfühlten ganz zu schweigen. Vermutlich reicht die Wahrnehmung, um es bis Bad und Küche zu schaffen, Wasser über Extremitäten und in Gefäße fließen zu lassen, sich den Morgen überzustreifen, den man Stunden zuvor zurechtgelegt hat, und sich so lang dehnen und strecken, bis er sich nicht mehr kratzig und rauh anfühlt. Habt es mild heute!)

#outerworld #concrete city #waking to the day #the early hours

Wieder entglitt die Zeit. Leere Zwischenräume ohne Erinnerungen, frühe Unruhe, Radiostimmen, plötzlich wieder im Jetzt. Stolpern aus Bett, Schlafzimmer, über die Schwelle, die eigenen Füße, die Dinge, die am Abend an falschen Stellen verblieben und eigentlich sicherer verstaut sein sollten. Unerfreuliche Worte verschlucken. Mit sich selbst hadern, temporären körperlichen Schmerz lokalisieren und zu vergessen versuchen. Noch kein Kaffee, rauher Hals, einigermaßen auf der Spur und dennoch fernab jeglichen Schwungs. Ein Motor startet in den Höfen. Garagentor schließt knirschend. Verschiedene Arten von Aufbruch in diesen noch dunklen Morgen. Habt es mild heute.

#outerworld #concrete city #the early hours #waking to the day

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Immer wieder nach der Nacht, ein Zwinkern ein Gähnen zwei Hände voll kalten Wassers ins stoppelige Gesicht; Luft anhalten, langsam zählen, ausatmen. Heizung erwacht in den Rohren in den alten Wänden, nebenan schimpft der Wecker, laut, aber kurz. Routine dieser Zeit des Jahres: Zimmer erhellen, stets in derselben Reihenfolge und annähernd zur selben Zeit. Weit über einer noch ruhenden Stadt, immer noch vor dem ersten Kaffee. Habt es mild heute.

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Wieder viel zu früh. Innerlich noch halb zwischen den Träumen, körperlich im automatischen Vorantasten durch die stilldunkle Welt. Spiegelselbst, kleine Augen, zerzaust und unordentlich. Keine anderen Erwartungen. Vor dem ersten Kaffee, Montagsroutinen, Pfade, Markierungen, und einige geplante Umwege. Vorsichtig wie immer, wenn man der Karte nicht recht vertraut. Habt es mild heute.

#outerworld #concrete city #waking to the day #the early hours

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Verortung in der Gegenwart: Unklarer jAugenblick, unklarer Tag. Und erste Einsichten finden nur zufällig zu irgendeiner sinnvollen Wirklichkeit. Übernächtigt, verschlafen, ohne Worte und die Welt scheint so viel wacher als nach anderen seltsamen Nächten. Wege durch den Morgen, durch die Stadt und ihre Nebenstraßen. Und dann Kaffee und Obst, hinter den alten Fenstern und unter altem Himmel. Gleichklang mit den Dingen, wenn auch nur für kurz. Habt es mild heute.

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Marga Xeyat Ⓐ hat dies geteilt.

Irgendwann schwindet auch diese Nacht. Immer wieder unsicher, was schwieriger ist - Stunden, die einem Wimpernschlag gehörten, oder Stunden, deren Augenblicke wahrgenommen, gezählt, umgedreht und wieder losgelassen wurden. Oder ob die Wirklichkeit dazwischen liegt. (Sicher tut sie das. In der Küche sitzt der frühe Morgen, gähnt und rührt in seinem Kaffeebecher. Katzenschritte im Flur, Vogelstimmen über dem Hof, harte Schuhe auf Kies und es ist Freitag und der Plan ist uneins mit sich selbst und dann sucht man sich doch wieder einen Anfang, um einfach zu beginnen. Habt es mild heute!)

#outerworld #concrete city #waking to the day #the early hours

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Übernächtigtes Erwachen. Ort, Zeit, Gemütslagen zusammenbringen. Rasierspiegelselbst angähnen. Unten plätschert Wasser in eine Badewanne und es ist Mittwochmorgen, die Nachbarn scheinen ihre eigenen Themen mit der frühen Stunde zu haben. Kaffee, ein wenig stärker als sonst. Und immer unter Beobachtung, an der Schwelle zum Tag. Habt es mild heute.

#outerworld #concrete city #the early hours #stories of that deep silent void just before dawn

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Nachtschlaf Morgenmüdigkeit kratzig außen und innen und die ersten Worte müssen nicht intoniert werden, sonst blieben die Ergebnisse wohl verschreckend. Bad, zu hell, zu laut, aber eigentlich sind keine Geräusche zu hören. Eigentlich braucht es nur einen Augenblick des Verzichts auf Gedanken, um der Stille des Stadtmorgens nah zu sein. Kleine Schritte. Große Schritte. Schlüsselklirren im Treppenhaus. Kaffee. Duft von Wacholdernadeln und Äpfeln, die den Sommer im Laub knorriger Dorfbäume verbracht haben. Kontextgrenzen und Bilderspiele, weit vor der Ordnung des Tages. Habt es mild heute!

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Wochenmorgen und Dezember. Lichterpunkte entlang des Hofes, wie reglose Glühwürmchen an einem Sommerabend aber die Luft ist kälter und die Stunde passt nicht und da sind Schablonen und Muster und Interpretationen und Deutungen und wenig davon ergibt Sinn, weder für sich allein noch in der Kombination. Stimmen, draußen und drinnen. Alte Radiohelden und die Moderation dazwischen überhören. Stattdessen wieder Kaffee aufgießen, den Plan zurechtlegen, erfolglos einige hartnäckige Falten aus seinem Gewirke zu streichen versuchen und schlussendlich das Zerknitterte einpacken, mit sich führen und auf die Momente in den Takten vertrauen. Noch immer viel weiter an der Nacht als am Tag. Habt es mild heute.

#outerworld #concrete city #the early hours #waking to the day

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(Gedanken, die im Halbschlaf verlorengehen, kommen auch mit den Träumen der Nacht nicht richtig zurück, geistern nur hartnäckig über die abgelegeneren Ecken imaginärer Spielfelder, immer nah genug, um noch zur Kenntnis genommen zu werden, immer fern genug, um sich dann doch nicht mehr greifen, erkennen, verstehen zu lassen. Unten quietscht der Fußboden, die Schritte wirken unsicher und zögernd und mechanisch. Taktungen der verschiedenen Etagen, Krümelkaffee, die Tasse mit den Muscheln und der erste Morgen wieder mit kleinem Stern unter dem Fenster. Eher dürftiger Erfolg darin, die Höfe zu erhellen, aber vielleicht zählt der Versuch. Habt es mild heute.)

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Und dann Neonlicht eines neuen Morgens, künstliche Wärme unter den Küchenfenstern, undefiniertes Wetter, undefinierte Laune und augenblicklich noch müde genug, Takt und Töne des neuen Tages zu überhören. Man spürt sich auf sich selbst einreden, versuchend, sich die komplexeren Gedanken zu entwirren, die den Träumen eigen waren und vielleicht besser dort verblieben wären. Nur wenig mehr als einen Monat vor Jahresende, noch kein Kaffee, und wahrscheinlich auch kein Schnee. Habt es mild heute!

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Stunden nach den Träumen, immer noch in der Nacht, Wechsel von Frequenzbändern in der Hoffnung, irgendeine Art von Resonanz zu spüren. Die Luft über den Höfen ist wärmer, als die letzten Nächte erwarten ließen, und trotzdem ausreichend kühl, um fröstelnd von Bett zu Bad zu schleichen. Schattenspiele, Zerrspiegel, man sieht größer aus, als man sich fühlt, und auch älter und das Licht der Stunde schmeichelt keiner noch so zurückhaltenden Selbstwahrnehmung. Skepsis und Zweifel, dazu Knäckebrot und Kaffee; Einstiegspunkte in die Programme des neuen Montag, merklich vor dem Sonnenaufgang oder einem Sinn für die Stadt da draußen. Habt es mild heute.

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Marga Xeyat Ⓐ hat dies geteilt.

Sonntagsdorfmorgen merklich vor dem ersten Kaffee. Zu weit entfernt, räumlich, zeitlich, um die Kirchglocken wahrgenommen zu haben. Noch kein Gefühl für Stunde Tag Wetter. Schritte über altes Holz, abwärts in die Tiefen des Hauses, durch noch schlafende Flure und Nischen in die hintere helle Ecke, vor der die Vögel das Futterhaus umtanzen, einander in die Quere kommen, Äpfel und Körner davontragen. Verbindungen herstellen, als erste Tagesaufgabe. Auch zu sich selbst. Habt es mild heute.

#outerworld #the village and the hills #waking to the day #the early hours

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Dorfschlaf, tief und schwer und unterbewusst unruhig, alle Bilder aller Träume vergessen und kein Gefühl mehr dafür, wo die Zeit seit dem Abend blieb. Ausgekühlte Zimmer, verschwommener Morgen hinter den Fenstern, eisiges Wasser auf rauher Haut, Benachrichtigungen angespannter Server, kleinere Unregelmäßigkeiten und die Summe üblichen Rauschens. Noch vor dem ersten Kaffee, Bewegungen außerhalb des Normbereichs. Habt es mild heute.

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Bettflucht Nachtflucht aber verheddert in zäher Dunkelheit und badwärts getaumelt, nackte Füße auf kaltem Holz. Wasserleitung grummelt und schimpft. Irgendwo hinter den Wänden hustet man, kratzig und unruhig. Zu viel Licht glänzt auf den Fliesen. Noch müde hier und schon fast wieder im Tag. Unausgerichtet, vor dem ersten Kaffee. Habt es mild heute.

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Früher Morgen, Wochenende und manche Pläne werden erst deutlich, wenn man knapp davor steht. Kaffeewasser, Geschirr, die richtige Kleidung suchen, die richtige Stimmung und dabei immer noch nicht richtig ansprechbar, nicht mal für die inneren Dialoge. Warten auf die Sonne und darauf, dass sich das Wetter zwischen Herbst und Winter entscheiden möge. Mit einer sehr klaren Präferenz, im Augenblick. Habt es mild heute.

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Frühwinternacht und Übungsbedarf im Temperaturmanagement. Immer dünne Linien, immer schwierige Balance, immer wieder zwischen warm und kalt und doch immer irgendwie anders. Wenn das Jahr voranschreitet, schweigen die Vögel und die Stunden dort, wo das Dunkel sich zögernd auflöst, sind noch leiser als sonst. Wecker ignoriert, einige Posteingänge schon zur Kenntnis genommen, Tasse und Brett auf dem Tisch angeordnet und ein Messer dazu und eine kleine Kerze; Räume schaffen im Fluss der Zeit, bevor die Agenda wieder fordernder, der Takt schneller wird. Wirre Gedanken, wirre Stimmung und ein erster Kaffee dazu. Habt es mild heute.

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Marga Xeyat Ⓐ hat dies geteilt.

Dann ist es wieder an der Zeit, das Gewebe des Morgens zu entfalten. Oder zu entknittern - unsicher, welche Nuance davon wichtiger ist. Dünnes Haar, Stoppelbart, Nachtgesicht; dämmriges Licht der staubigen Lampe dämpft die Effekte ersten Blickkontaktes mit dem frühen Spiegelbild. Lauwarmes Wasser sprudelt in weiße Keramik und gelegentlich treibt wieder die Frage nach oben, warum es außerstande ist, um diese Stunde richtig heiß oder richtig kalt zu sein - nicht, dass die Antwort außerordentlich viel Relevanz hätte. Immer noch knapp vor dem ersten Kaffee. Habt es mild heute.

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Einmal mehr, knapp zu spät und doch viel zu früh für einige der eigenen Subsysteme. Gedankenexperimente im Leerlauf, Sinnieren über Verschlagwortungen und Information und Wissen und die fehlenden Verbindungen zwischen All Den Dingen. An viele Seitenwege dieses Monologs wird man sich später nicht mehr erinnern und vermutlich ist dieser Umstand ein Geschenk. Kaffee und Knäckebrot, der Kühlschrank hustet, eine Obstfliege flieht aufgeschreckt gen Küchendecke. Mittwoch, noch rauh und formlos und fast schon unterwegs auf die andere Seite der alten Stadt. Habt es mild heute!

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Zustandsbestimmungen im mentalen Nirgendwo: Den dunklen Stunden entwichen und trotzdem noch viel zu weit vor jeglicher ersten Spur neuen Tags. Stille, greifbar. Fühlbar in den Höfen zwischen alten Mauern, knirschenden Türen und Bäumen, die mit jeder Woche schneller empor ragen zu scheinen, Himmeln entgegen, die um diese Zeit in diesem Zustand der Wahrnehmung genau so unerreichbar wie unsichtbar sein können. Rauchige Luft, wärmer als angenommen. Ein Bus da draußen in der Kreuzung. Eine Benachrichtigung, viel zu laut, ein Faden, der die Nacht überdauert hat. (Kaffee. Eingangsbereinigung. Ein erster Tastentanz. Taktlos, aber entschlossen. Habt es mild heute.)

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Mehr Wandeln als Schlaf: Träges Badlicht hinter geschlossenen Lidern. Puls und Atemzüge und Wasser in den Rohren, Konversation mit müdem Haus und das Kalte der Nacht hält sich hartnäckig. Kaffee und Brot. Hochstapler, Taschenspieler. Die Zwischenrealität dort, wo sich Tagesphasen ihren Platz streitig machen. Und immer noch zu müde. Habt es mild heute.

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Marga Xeyat Ⓐ hat dies geteilt.

Schlaf in hellen Nächten. Und andere Unregelmäßigkeiten. In der Schnittmenge zwischen Wirklichkeit und Traum liegt all der Boden, aus dem morgendliche Ruhelosigkeit sprießt und wuchert und dornig über Haut kratzt und die Sicht verengt. Unten grummelt Badewasser in alten Rohren, eine Tür schließt, eine gesichtslose Stimme gähnt laut und jedes Gähnen ist ohnehin ansteckend, ganz gleich, wie viel Struktur und Abstand zu trennen scheint. Immer wieder Kaffee, immer wieder Seesterntasse, immer wieder diesselbe Tischdecke und diesselbe Routenlosigkeit und diesselbe Stille, bevor sich der Sonnenaufgang einfinden mag. Habt es mild heute!

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Unruhig zu lang, wach und nervös zu früh, um pünktlich mit der Uhr übernächtigt und schlafensmüde zu sein. Navigation badwärts, vollständig ohne Aufsicht des eigenen Bewusstseins, und von dort zurück unter Küchenlampe, Küchenfenster, Küchenmorgenhimmel. Ein Griff an den Kessel, ein kurzer punktueller Schmerz beseitigt Unsicherheiten über schon Erledigtes und synchronisiert inneren und äußeren Zustand. Kaffee ebnet zerknittertes Denken, und für manche Themen braucht die Stunde noch keinen Raum. Habt es mild heute!

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Mit dem verklingenden Abend fand die Nacht ihre eigenen Fiktionen, aus weniger Worten, mehr Bildern und gefolgt von einem Morgen, in dem alles sofort und erinnerungslos verweht. Zurück bleiben eine Ahnung bekannter Orten aus geflohenen Jahren, zwei oder drei Akkorde und ein Schnipsel Text, zu allgemein, ihn irgendetwas zuordnen zu können. Über dem Kühlschrank verweilt eine Fliege reglos auf dunkelgrüner Wand. Kastanien in einer Schale mit Blumen-Ornamenten, Kaffee in jener Tasse, an der eine schwer zu erklärende Gewohnheit hartnäckig festhält. Wieder spürbar vor der Dämmerung ist der Tag noch zu jung selbst für sinnvolle Fragen. Von Antworten ganz zu schweigen. Habt es mild heute!

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Montag also. Verkürzte Ladezyklen, Schlafmodus mit Lücken und irgendwann versucht die eigene Logik, ihre verschiedenen Routinen wieder zu wecken. Noch kein Licht in den Häusern gegenüber, noch keine Schritte auf kalten Stufen. Im Bad wirkt die Lampe trüber als sonst, das Wasser bleibt gewohnt lauwarm und erfüllt nicht jeden anzustrebenden Zweck. Unruhiges Spiegelselbst, keine Schwingungen im Blickkontakt und der Tag ordnet sich erst nach Kaffee. Vermutlich. Habt es mild heute.

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November, ein Zwinkern später. Krähen diskutieren Laub und Nüsse, der Rauch der Feuerschalen liegt noch in den Höfen und letzte Träume wildern durch Büsche und Zwielicht. Das Viertel erwacht langsamer als sonst, und vielleicht darf der Morgen Raum für diese verhaltene Geschwindigkeit bekommen. Wochenende und sein eigenes Sammelsurium an Plänen, Kontinuität und eine gewisse Sorge, immer, vor den eigenen Grenzen. Habt es mild heute.

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Geisterschatten nervösen Schlafes, die Nacht als Hort einer Vielzahl obskurer Realitäten. Sequenzen verwoben in das Rauschen alter Röhrenbildschirme, nicht ganz nach Sendeschluss aber weit neben der Frequenz. Unten erwachen die Kinder und jagen den Morgen durch die Flure. Irgendwo entlang der Häuserwand an den Höfen öffnet eine Balkontür, Teller klappern, Küchengeräte lärmen. Ein Tag komplett abseits des Taktes, im weichenden Monat. Ein dünnes Gewand aus Plänen und die ersten Schritte bleiben immer diesselben. Habt es mild heute!

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In den Schlaf stolpern mit den späten Stunden, wieder zu sich kommen mit den frühen. Immerhin reichten die Träume bis über jene kritische Schwelle, vor der das innere Eigenleben aufwühlt und verstört. Blicke gen Uhr, Kalender, Hinterhof. Den schmalen Punkt der Gegenwart auf dem Band der Woche verorten. Verbindlichkeiten umformulieren. Kaffee kochen. Bunte Fäden für eine blaue Struktur, geschnitten in viel zu kleine Stücke. Jede Menge Überhang aus dem Gestern, dem nahen und dem ferneren. Reihenfolge als Herausforderung, wie immer. Habt es mild heute!

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Morgenstunde, müde Vögel und andere schräge Metaphern. Wieder aufgeschreckt aus Bildern, in denen Wirkliches und Unterbewusstes kaum trennbar scheinen und man irgendwann spürt, dass die nächsten wachen Handgriffe in der dortigen Wirklichkeit keinen Sinn ergeben. Kaffee, Brot, Käse, wasserfeste Kleidung. Neue Kontakte, gewohnte Themen, eine Agenda bis jenseits der Tagesbegrenzungen. Sinnieren über hohe Erwartungen, Hochstapler, Busfahrer. Und die kleine Kerze auf dem Küchentisch. Immer wieder von vorn. Habt es mild heute!

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Hinter der Nacht vertreibt das neue Licht Geister und Träume gleichermaßen. Sehr kurz die Zeitspanne heute vom trägen Erwachen zum vollen Bewusstsein: Andere Projekte, grobe Planung, genügend Unsicherheiten einschließlich der eigenen handwerklichen Talente, die Freude, Notwendiges anzugehen, und die mannigfaltigen bunten Sorgen, die sich aus praktischen Folgeabschätzungen ergeben. Wenn dienstliche Blick auf die Dinge ins Private trägt, werden Hürden höher, Wege länger - und der Hochstapler zum Dauergast, mit dem man vor dem ersten Kaffee ohnehin nicht verhandeln kann. Habt es mild heute.

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Verschiedene Welten, seltsame Träume, ein mentaler Bauchladen voller Kleinkram und ein Schrank voller Merkwürdigkeiten. Maschinen starten neu, Wasserkocher eingeschlossen. Fenster halb geöffnet, reifende Tomaten, Kräuter, zwei verschlafene Wespen und die Frage, welche Rundreise ein angespannter Suchender durch welche Nebengassen von Systemen nehmen muss, um wieder zu sich selbst und seinem Weg zu finden. Innehalten, den Atem spüren. Prioritäten zur Kenntnis nehmen. Einige Steine in das Puzzle bringen, hoffend, dass die Konturen auch später noch Sinn ergeben. Habt es mild heute.

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Eine Nacht in großen, ein Morgen in kleinen Schritten, und immer hinreichend verpeilt. Orientierungsversuche zwischen Schlafzimmer und Bad. Das heutige Licht stammt von den Zimmern gegenüber, halb geöffnete Gardinen und schwacher Trost in der Erkenntnis, dass die Tage der Nachbarn noch früher beginnen. (Wasser für Gesicht und Kaffee. Form herstellen, in Vorbereitung auf Kontakt mit der Außenwelt. Kurz vor dem Schritt auf den Asphalt, wach genug für die Routinen. Habt es mild heute!)

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Und wieder Weckertöne. Augenaufschlag, die Welt innerhalb mit der Welt außerhalb in Kontakt zu bringen. Hinter den nachtoffenen Fenstern schweigt und gähnt das Viertel. Bus in der Kreuzung, Straßenbahn hinter dem Fluß. Ein Hund bellt, Dosen klappern, eine dunkle Stimme schimpft in gedämpfter Lautstärke. Grelle Lampe des Kühlschranks, die Anzeige des Küchenradios schreit Zahlen an die matte Decke und es ist beeindruckend, in wie vielen Dimensionen ein Moment zu hell sein kann. (Kaffee. Knäckebrot. Marmelade. Noch kein Kalender. Freies Klettern im Tag vor den Führungsseilen der Zeit. Habt es mild heute.)

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Die Nacht brachte einen unruhigen Morgen, erst früh und dann spät und innere Stimmen sinnieren über Faulheit und Müßiggang und der erste Kaffee steht noch aus, zumindest die näher gelegenen Wirklichkeiten zu ordnen und einige Kanten zu begradigen, an denen der frühe Geist sich schneidet. Schritte nach unten, unrasiert und ungekämmt, mehr ein Gefühl als relevante Tatsache. Und das indifferente Viertel erwacht. Habt es mild heute.

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Geschichten zur guten Nacht folgen Geschichten zum guten Morgen, und irgendwie versucht sich dann doch jeder um seine eigenen Probleme zu kümmern. Genügend Müdigkeit, pausierte Verläufe, reglose Fliege auf weißer Rauhfaser, Schattenspiele, Heizungswärme, man öffnet sich gähnend hin zum Tag. Katze als etwas grauerer Schatten zwischen den Kissen, gegenüber ist die Dunkelheit noch sehr viel solider, greifbarer. Unvollständige Codes, nicht mal ein gemeinsames Alphabet, und es ist Freitag und der Plan charakterisiert sich vor allem über seine Lücken und Engstellen. Habt es mild heute!

#outerworld #concrete city #the early hours #before sunrise

Als Antwort auf Kristian 🌒

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☕️Guten Morgen Kristian.🌻
Deine Worte bohren sich durch die Verästelungen von Ich und Sein und suchen einen Platz im Haus der gähnenden Müdigkeit, die der Himmel der Schnelllebigkeit erzeugt. Der Baum des Lebens beginnt zu erzählen, während die Sinne ihn still umarmen, und im Rhythmus der Atmzüge des Tages noch recht vorsichtig in das Geschehen einsteigen.
🫶Danke🎶 für deine Worte, die mehr Koffein enthalten😊als manche Kanne mit Kaffee.
Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (4 Monate her)